Indonesien

Java

5. - 7. August 2017, Bandung

Nördlich von Bandung befindet sich der Tangkuban Perahu, ein massiver Vulkan mit mehreren aktiven und nicht mehr aktiven Kratern. Den beiden grossen Kratern kann man am Grat entlang folgen und man wird dabei vom Schwefelgeruch begleitet. Weiter unten am Berg kann man mit einem Führer ausserdem einen aktiven Krater mit vier Becken besichtigen; das Wasser im ersten Becken ist ca. 20 Grad warm, das im letzten Becken kocht regelrecht. Unser Führer war ein älteres Männlein, das wie eine junge Gazelle davongesprungen ist. 

2. August 2017, Prambanan

Prambanan, das hinduistische Gegenstück zum buddhistischen Borobudur, war definitiv eines der grossen Highlights. Ich glaube, die Bilder sprechen für sich.

1. - 5. August 2017, Yogyakarta

Taman Sari Water Castle ist Teil des ehemaligen Gartens des Sultans von Yogyakarta. Hier konnte der Sultan seinen Frauen beim Baden zusehen und sich dann eine "Gespieling" aussuchen. Heute sind die alten Mauern eine gut besuchte Attraktion, das grün schimmernde Wasser in den Pools und die rosafarbene Fassade der Mauern sind einmalig.
Vom Wasserschloss kann man durch ein Gewirr von kleinen Gässchen zur Unterwassermoschee, Sumur Gumuling, gelangen ... das heisst, man kann es versuchen. Ich glaube wir brauchten ungefähr drei oder vier Anläufe. Google Map kann nicht helfen, da das ganze Quartier unkartiert ist. Aber wir waren ja der lokalen Lingo mächtig, nicht wahr, und haben einfach nach Masuk Sumur Gumuling gefragt. Masuk heisst Eingang. Die Einheimischen sind so freundlich und eine Frau hat uns hingeführt. Der Eingang ist zwar überirdisch, aber man steigt dann zuerst mal ab, befor man im Inneren wieder hochsteigen kann.
Pulo Cemeti oder Cemeti Island ist eine künstliche Insel, auf der heute nur noch eine Ruine steht. Früher war diese Mittelpunkt einer Aufschüttung, die von Wasser umgeben war (in diesem Seebefand sich auch Sumur Gumuling, jedenfalls der unterirdische Teil). Von Pulo Cemeti aus sieht man auf das umliegende Quartier von Taman Sari und auch das doughnut-förmige Sumur Gumuling (Bild 2).
Kota Gede, der älteste Teil der Altstadt von Yogyakarta, war wie ein Streifzug durch ein Bilderbuch - bunt, skurril, historisch, alles auf einem Haufen. 
Ein Teil von Kota Gede heisst "Between two Gates", eine Gasse, die an beiden Enden von einem Tor begrenzt ist. Die Häuser dort gehören zu den am besten erhaltenen in Kota Gede. Die zu Hörnern geschnitzten Hölzer dienen der Diebesabschreckung; bemerkt ein Nachbar etwas Ungewöhnliches, schlägt er mit dem Stöckchen auf das Horn und alarmiert die Nachbarschaft, die zu Hilfe eilt. 
Skurriles und Buntes auch im Rest der Stadt - mir persönlich haben ja die Mangos, die schon fixfertig verpackt am Baum hängen, sehr gut gefallen ;). Auf den letzten beiden Bildern etwas, was wir nurin Yogya gesehen haben: Tretautos, also wie Pedalos, aber für die Strasse. Nachts fahren die grell beleuchtet und mit lauter Musik um den Alun Lor und die Einheimischen lieben dieses Spektakel. 
Der Keraton (Sultanspalast) von Yogyakarta. 

28. Juli - 1. August 2017, Solo (Surakarta)

Candi Ceto ist der zweite Hindutempel, den wir auf unserem Ausflug besuchten. Die Anfahrt führte durch Teeplantagen und Gemüsefelder, vor allem Frühlingszwiebeln. Die beiden Tempelanlagen sind für ihre anzüglichen Skulpturen und Steinmetzarbeiten bekannt; Moslems ist es beispielsweise nicht erlaubt, Candi Sukuh zu besuchen, weil die visuelle hinduistische Erzählung von Geburt, Leben und Tod tabu für sie ist. Interessanterweise haben wir aber mehr eindeutige Bilder in Candi Ceto gesehen - z. B. einen ca. 50 cm hoher Steinpenis. Also wenn das nicht eindeutig ist ...
Candi Sukuh, einer von zwei Hindutempeln im Hochland in der Nähe von Solo. Es war ein ziemliches "Cabaret uf guet Schwizertüütsch", bis wir einen Fahrer organisieren konnten. Die Fahrt war dann aber sehr angenehm und viel kürzer als gedacht. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln hätten wir dreimal den Bus wechseln und das letzte Stück noch mit Motorradtaxi bestreiten müssen. 
Mangkunegaran ist der zweite Sultanspalast in Solo. Dieser jedoch in gutem Zustand und mit wunderschönem Garten. Teile dieses Palasts sind noch heute von der königlichen Familie bewohnt. Auf Java gab es zwei Sultanate; Solo war die Hauptstadt des einen, Yogyakarta die des anderen.
Den Sonnenuntergang, den wir fast verpasst hätten ... Plötzlich ist da ein riesen Berg, hinter dem die Sonne ziemlich schnell verschwunden ist, haha. Und dann hat man ihn erst richtig gesehen - Gunung Merbabu (Mount Merbabu). Auf Bild 3 sieht man ausserdem ganz schwach im Hintergrund Gunung Merapi. Beides sind Vulkane, wobei Gunung Merbabu das letzte mal 1797 ausgebrochen ist, Merapi jedoch 2014.
Der Antiquitätenmarkt - alte Schreib- und Nähmaschinen, Telefone mit Wählscheibe in allen Farben, Fernseher aus den 70ern, also alles, was man schon immer gesucht hat. 
Im Batikquartier von Solo, der Stadt der Batik.
Strassenimpressionen in Solo.
Zusammengefasst bestand der Kraton Surakarta (Sultanspalast) für mich nur aus schönen Türen und witzigen Übersetzungen ... Ansonsten ist der alternde Palast in ziemlich schlechtem Zustand. 

28. Juli 2017, Borobudur

25. - 27. Juli 2017, Mesa Stila Resort und Kaffeeplantage

Gemacht haben wir hier nicht viel, ausser die wunderbare Natur und Ruhe genossen (naja, der Muezzin war auch hier zu hören ...). Die Plantage ist rundum von acht Vulkanen umgeben, um die Namen aberauf die Reihe zu kriegen, müsste ich Petra fragen, das ist ihr Ressort ;) Auf Bild 9 sieht man unsere Villa. 

25. Juli 2017, Candi Gedong Songo

Falls sich jemand fragt, nein, Candi Gedong II hatte tatsächlich kein Schild ... Candi (Dschandii) heisst übrigens "Tempel" - diese hier sind hinduistisch, erbaut von Hindus, die später aus Java vertrieben wurden und nach Bali flohen. 

21. - 24. Juli 2017, Semarang

Tempel, Kirchen und Moscheen. Von aussen gesehen ein bunter kultureller und religiöser Mix. In Wirklichkeit ist Java zu 94 % muslimisch und andere Religionen machen nur eine kleine Minderheit aus. 
Kolonialbauten in der Altstadt von Semarang.
Marbunta Building: Wir haben leider nicht herausgefunden, warum das Haus nach einer Ameisenart benannt ist ...
Strassenimpressionen in Semarang.
Kampung Pelangi ist eines der ärmlichsten Stadtviertel Semarangs, obwohl Slum würde ich es noch nicht nennen, das durch ein kommunales Projekt dieses Jahr für (nur!) USD 20'000 herausgeputzt und in Regenbogenfarben gestrichen wurde und so in kürzester Zeit zur Touristenattraktion wurde.
Lawang Sewu, die Gebäude der ehemaligen Bahngesellschaft der holländischen Kolonialisten. Teilweise aufwendig renoviert, so dass der Bau in seiner ganzen Pracht erstrahlt.

20. Juli 2017, Jakarta

Blechlawinen und im Smog verschwindende Häusermeere (1); Gepflegte, grüne Oase im Grossstadtjungle (2); Zeitlosigkeit in der Hektik (3); Im Mittelpunkt das Monas (Monumen Nasional) (4), das wie eine Kerze die Flamme des Sieges trägt (5); Im Osten die neo-gotische Kathedrale (6,7) und ihre Nachbarin Masjid Istiqlal, die drittgrösste Moschee der Welt - Baustil, ähm, unansehnlich? (8-10)

Bali

10. Juli 2017, Lovina

Lovina bei Sonnenaufgang und auf der Suche nach den Delfinen ...

6. Juli 2017, Goa Gajah, Besakih, Mt. Batur, Pura Tirta Empul, Gunung Kawi

9.30 Uhr: Goa Gajah, auch Elephant Cave genannt, weil der Eingang einst als Elefantenkopf gedeutet wurde, ist eine heilige Tempelstätte der Hindus und soll aus dem 9. Jh. stammen. Das Ding auf Bild 5 ist der Ast einer Bananenstaude und ca. einen Meter lang.
11.00 Uhr: Besakih Tempel ist der grösste Hindu-Tempel auf Bali. Normalerweise hätte man einen wahnsinns Ausblick aufs Umland ... aber als wir da waren, war es neblig und hat dazu noch Bindfäden geregnet.
12.30 Uhr: Aussichtspunkt auf Mount Batur. Als wir ankamen, war es immer noch neblig. Dann hat der Nebel dicken Wolken Platz gemacht, die sich aber nach und nach lichteten, um den noch aktiven Vulkan zu zeigen. Das letzte Mal ist Mount Batur im Jahr 2000 ausgebrochen und die schwarzen Flächen, die man auf Bild 4 und 5 sieht, sind nicht etwa Schatten der Wolken sondern getrocknete Lavaströme. Bild 5 und 6 habe ich innerhalb von 30 Sekunden nacheinander aufgenommen ... Schwupps, da war er weg.
15.00 Uhr: Pura Tirta Empul ist wahrscheinlich der heiligste Ort für die Hindus auf Bali. Im Zentrum der Tempelanlage befinden sich heilige Quellen, die für zeremonielle Bäder genutzt werden. Auf den letzten beiden Bildern sieht man den Pool, auf dessen Grund das Quellwasser hervorblubbert. 
16.00 Uhr: Gunung Kawi war der letzte und eindrücklichste Tempel unserer Tour. Über 250 Stufen erreichten wir den Talboden, wo sich auf beiden Seiten eines Wildbaches die Felswände der Tempelanlage befinden. Das Ganze ist umgeben von Reisterrassen und Palmhainen. Und weil der Tempel unten im Tal liegt, muss man natürlich am Ende wieder nach oben ... Immer diese Treppenstufen. 

3. Juli 2017, Tanah Lot

Tanah Lot - Wassertempel - ist zu jeder Tageszeit ein wunderbares Plätzchen, aber die Sonnenuntergangsstimmung war ganz besonders. Die Tempel sind auf Felsen mitten im Meer gebaut, auf Bild 4 sieht man einen kleinen. Der grosse Tempel hat es nicht in diese Gallerie geschafft, denn er war überschwemmt mit Touristen ... ein Anblick, den ich euch ersparen werde. 

3. Juli 2017, Jatiluwih

Spaziergang durch die Jatiluwih Reisterrassen. Der Himmel war ziemlich grau, aber dafür war die Luft herrlich erfrischend. Auf Bild 4 sieht man einen der vielen kleinen Tempel, die immer wieder am Wegrand oder auch inmitten der Felder stehen. Die Vogelscheuchen auf den Bildern 7 und 8 sind nur zwei, die ich fotografiert habe; es gab davon aber ganz viele, eine lustiger als die andere. 

1. - 4. Juli 2017, Seminyak

Eindrücke von den Gangs (Strässchen oder Gassen) von Seminyak, in denen man ein Sammelsurium von Traditionellem, Skurrilem und Schönem antrifft. Auf Bild 3 sieht man ein Opferschälchen, das praktisch vor jedem Hauseingang oder Tor liegt. Die Balinesen legen die Schälchen jeden Morgen vor die Türen, um Unheil fernzuhalten und Glück zu spenden. Die letzten zwei Bilder zeigen Balinesen, wie sie dem Meer Blumenopfer übergeben. Was ich mich allerdings frage, ist, ob der Fernseher noch funktioniert ...?